Deutsche Botschaft unterstützt IPPR-Studie "Namibia – the Right To Housing"

Am 25. April 2017 unterzeichneten Botschafter Christian Schlaga und der Direktor des Institute for Public Policy Research (IPPR) einen Zuwendungsvertrag. Mit einer Fördersumme in Höhe von 612.000 N$ unterstützt die Bundesrepublik das Projekt "Namibia – The Right to Housing", das die Effizienz von Namibias Politik im Bereich des sozialen Wohnungsbaus bewerten sowie Empfehlungen für verbesserte staatliche Richtlinien und deren Umsetzung geben soll.

IPPR Namibia - The Right to Housing Bild vergrößern Ambassador Schlaga mit Graham Hopwood und Dietrich Remmert (© Deutsche Botschaft Windhuk) Im Rahmen des Projekts soll eine umfassende Analyse erstellt werden, die sich insbesondere mit öffentlichen Richtlinien und nicht-staatlichen/kommerziellen Bauinitiativen für preiswerten Wohnraum und deren Effizienz sowie möglichen Hindernissen auseinandersetzt.

Das Recht auf angemessenen Wohnraum ist in Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie in der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker verankert. Das Recht auf Wohnraum ist zudem in Nummer 11 der Ziele für nachhaltige Entwicklung als "Nachhaltige Städte und Gemeinden" niedergeschrieben.

Sozialer Wohnungsbau wurde nach der Unabhängigkeit Namibias im Jahr 1990 von der namibischen Regierung als einer der Schwerpunktbereiche für Entwicklung identifiziert. Vor einigen Jahren rief die Regierung eine landesweite Initiative zu sozialem Wohnungsbau ins Leben und verlieh dem Ziel des verbesserten Zugangs zu erschlossenem Land und Wohnraum mit der Veröffentlichung des „Harambee Prosperity Plans“ im April 2016 noch einmal Nachdruck.

Mit der Studie beabsichtigt IPPR, die Bemühungen der namibischen Regierung zur Armutsbekämpfung zu komplementieren. Sozialer Wohnungsbau zur Reduzierung des landesweiten Wohnungsmangels kann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der namibischen Bevölkerung leisten.

Derzeit sind nur sehr begrenzte Daten und Studien zur Wohnungssituation in Namibia verfügbar. Das Projekt soll dieses Problem mit folgenden Maßnahmen angehen:

  • Erhebung detaillierter und gut recherchierter qualitativer und quantitativer Daten zur Wohnungssituation für Entscheidungsträger, den Privatsektor, die Zivilgesellschaft und die breite Öffentlichkeit
  • Anstoß eines gut informierten, öffentlichen Dialogs zu diesem wichtigen Thema
  • Die Studie "Namibia – The Right to Housing" wird der Öffentlichkeit Anfang 2018 vorgestellt.

IPPR Namibia - the Right to Housing Bild vergrößern Botschafter Schlaga mit Graham Hopwood bei der Unterzeichnung des Zusendungsvertrags. (© Deutsche Botschaft Windhuk) IPPR ist eine non-profit Expertenkommission mit dem Ziel, unabhängige, analytische, kritische, aber konstruktive Forschung in sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen, die die Entwicklung Namibias beeinflussen, durchzuführen. IPPR wurde mit dem Grundgedanken gegründet, dass freier und kritischer Diskurs basierend auf hochqualitativer Forschung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung leistet.

Deutschland setzt sich fortwährend für Menschenrechte in der ganzen Welt ein. Das Auswärtige Amt unterstützt jährlich etwa 120 bis 140 Projekte verschiedenen Ausmaßes in aufstrebenden Ländern in Afrika, Asien, Zentral- und Südamerika sowie Osteuropa