"In and Out": Botschaft unterstützt Menschenrechts-Projekt der Ombetja Yehinga Organisation (OYO)

OYO Vertragsunterzeichung 2016 Bild vergrößern Philippe Talavera, Direktor von OYO (l.) und Christian Schlaga, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland (r.) (© Deutsche Botschaft Windhuk ) Am 1. Februar 2016 unterzeichneten Botschafter Christian Schlaga und der Direktor von OYO Philippe Talavera einen Zuwendungsvertrag, mit dem die Deutsche Botschaft die namibische Nichtregierungsorganisation OYO mit einer Fördersumme i.H.v. 761.476 N$ (ca. 44.000 EUR) unterstützte.

Mit einer Infektionsrate von 16% (2014, UNAids) gehört Namibia weltweit zu den Ländern mit den meisten HIV-Infizierten. Gefängnisse sind hiervon besonders betroffen, da hier die Verteilung von Kondomen verboten ist. Infizierte, die nach der Haft zu ihren Familien zurückkehren, gefährden diese noch zusätzlich.

OYO führte unter anderem ein Tanztheaterstück auf und arbeitete in Workshops mit Inhaftierten. Außerdem führte die Organisation Interviews mit Häftlingen, Wärtern und ehemaligen Häftlingen. In Verbindung mit HIV-Tests wurden so die Inhaftierten sowie die Gefängnisdirektionen und die Politik für dieses Thema sensibilisiert und ein Umdenken im Umgang mit der Problematik angeregt.

Ziel des Projektes war es, durch intensive Recherchen in namibischen Gefängnissen belegbare Zahlen zur HIV-Infektionsrate in Gefängnissen zusammen zu stellen und somit das namibische Parlament davon zu überzeugen, dass wirksame Maßnahmen für die Prävention von HIV-Infektionen in namibischen Gefängnissen erforderlich sind.