Weiterer Brief von Hendrik Witbooi an Gouverneur Leutwein (deutsche Übersetzung)

... und wenn er von den Deutschen gerufen wird, soll er nicht kommen. Ich bedauere den Tod von Johannes, wie und was denkt er heute in seiner Not über uns [?].
2.
Ferner habe ich auch die Menschen von Keetmanshoop in Frieden gelassen weil Du dort Kapitän bist, aber ich habe auch gehört, daß Du auch in Not gewesen bist; denn, wie ich gehört habe, bist Du auch noch rechtzeitig entkommen, denn Du kannst die Menschen retten, denn wir können nicht zuerst mit Kampf [und] Krieg Menschen frei machen aber mit den Weißen [?].
3.
Ferner kann ich Dir wegen der Munition und Gewehre, um die Du (Euer Hochgeboren) bittest, nicht helfen, denn ich habe auch noch nichts gekriegt und mit der kleinen Munition habe ich die erste Schlacht in Khzcb am 22.Nov., einen großen Kampf, gehabt und geschossen, aber durch Gottes Gnade habe ich auch nichts verloren ('), nur Pferde sind totgeschossen und ein Mann ist leicht verletzt. Von den Deutschen kann ich nichts sagen, weil wir nicht gezählt haben, aber was wir gesehen haben, ist viel (2).

4:
Ferner ist der Krieg hier bei uns zwei Häuptlingen groß, denn der Krieg der Deutschen steht auf Khub und auf Hoachanas und auf Gibeon und auf Nomtsas, so sind wir also im Kraal, kommt also mit Jakob Marinka (3) zusammen und handelt mit der Hilfe unseres Gottes, und stützt Euch auf ihn, denn bei allem soll er uns helfen und beistehen und bei allem ist [er] unsere Kraft. Er allein ist unser Vater und König, der Himmel und Erde geschaffen hat, der vom Himmel auf der Erde regiert, verlaßt Euch nicht auf menschliche Kraft, sondern stützt Euch auf den Herrn unseren Gott.

Hiermit schließe ich mit herzlichen Grüßen, ich Dein Mitbruder 

Kapitän Hendrik Witbooi