Querschnittsthema HIV/Aids-Bekämpfung

HIV-Bewusstsein Kampagne des Ministry of Agriculture, Water and Forestry Bild vergrößern HIV-Bewusstsein Kampagne des Ministry of Agriculture, Water and Forestry (© DED) Der Epidemie begegnen

Sämtliche gesellschaftlichen Gruppen Namibias sind betroffen – die Seuche HIV/Aids macht weder vor sozialen noch vor Landesgrenzen halt. Obwohl die Rate der mit HIV infizierten Menschen zwischen 2006 und 2008 geringfügig (ca. 2%) zurück gegangen ist, liegt sie offiziell immer noch bei etwa 18%. Namibia ist damit eines der fünf weltweit am stärksten betroffenen Länder. Die Lebenserwartung der Bevölkerung sank von 61 Jahren 1991 auf nur noch 47 Jahre im Jahr 2006. Die Zahlen sind alarmierend, die Auswirkungen auf Menschen und Wirtschaft drastisch.

Unternehmen und Behörden verlieren durch HIV/Aids wertvolle Arbeitskräfte, in den Familien erkranken und sterben Mütter und Väter. Im Jahr 2007 waren in Namibia über 120.000 Kinder Aids-Waisen – bei einer Einwohnerzahl von nur gut zwei Millionen Menschen. Mit einem Wort: Die Seuche bedroht die Entwicklung des gesamten Landes.

Aus diesem Grund greift die deutsche Entwicklungszusammenarbeit HIV/Aids als Querschnittsthema über alle Bereiche der Zusammenarbeit auf und unterstützt Namibia bei der Bekämpfung der Krankheit. Das Projekt „Multisektorale HIV-Bekämpfung“ von GTZ und DED arbeitet eng mit sämtlichen Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zusammen. Es berät Mitarbeiter in Ministerien, Behörden und der Privatwirtschaft und bildet diese bezügliche des Themas weiter. Es geht darum, wie diese auf die Krankheit reagieren und damit umgehen können.

Aufklärungskampagnen, Gespräche mit Interessenvertretern und Entscheidungsträgern auf allen gesellschaftlichen Ebenen sowie die Unterstützung für Ministerien und Unternehmen beim Aufbau von Arbeitsplatzprogrammen sind wesentliche Schwerpunkte der Arbeit.

Mitarbeiter des Projektes arbeiten eng mit Gewerkschaften, Verbänden, Landes-, Regional- und Kommunalregierungen zusammen und entwickeln mit einer Auswahl von Ministerien des Landes Instrumente, Kampagnen und Strategien. Es geht dabei nicht nur um die Vermeidung von Ansteckungen, vielmehr auch darum, wie HIV-positive Menschen mit der Krankheit leben können. Ein wichtiges Anliegen ist es dabei auch, dass die Gesellschaft HIV-positive Menschen nicht ausgrenzt und stigmatisiert.

Weitere Informationen:

Querschnittsthema HIV/AIDS