Grundwassererkundung für den Norden Namibias


Pumptest bei Oshikoto Bild vergrößern Pumptest bei Oshikoto (© BGR) Lebenswichtige Tropfen

Sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge ist für die Entwicklung einer Region oder gar eines Landes unverzichtbar. Im Nordosten Namibias steht die schnell wachsende Bevölkerung jedoch vor der Tatsache, dass Wasser aus Flüssen, Seen oder Zisternen nicht überall und nicht ganzjährig vorhanden ist. Informationen über Art und Umfang der Grundwasservorkommen sind darüber hinaus nicht in ausreichendem Umfang vorhanden. Um diese Daten zu erheben und Grundwasservorkommen für die Trinkwasserversorgung zu erschließen, unterstützt Deutschland Namibia mit dem Projekt „Grundwassererkundung im Nordosten Namibias“.

In den Gebieten Oshivelo, Südost-Caprivi und Eiseb-Graben erkundeten Experten mit Hilfe einer Kombination geophysikalischer, aerogeophysikalischer und hydrogeologischer Methoden die Süßwasservorkommen.

Durch gezielte Erkundungsbohrungen in bis zu 200 Metern Tiefe, Pumpversuchen, Bohrlochgeophysik und chemisch-physikalischen Wasseranalysen untersuchte das Team die Eigenschaften der Grundwasserleiter sowie deren Wasserqualität. Anhand von Altersbestimmungen an Grundwasserproben gewannen die Fachleute Kenntnisse darüber, wie schnell sich das Grundwasser wieder neu bildet – ein wichtiger Parameter, um künftige Übernutzungen zu vermeiden. Auf Basis dieser Untersuchungen entstanden eine profunde Datenlage sowie Strategien zur Bewirtschaftung der Grundwasservorkommen. Einige Erkundungsbohrungen baute das Team zu Brunnen aus, die inzwischen der Bevölkerung zu Gute kommen.

Grundwassererkundung

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

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