Arbeitsintensiver Straßenbau

Eröffnungsfeier Straßenbau Bild vergrößern Bundesminister Niebel bei der Eröffnungsfeier zu einem rehabilitierten Strassenabschnitt (© Deutsche Botschaft (AV)) Im zentralen Norden Namibias wohnen mit stellenweise 100 Einwohnern pro km² für namibische Verhältnisse sehr viele Menschen, denn der Landesdurchschnitt liegt bei nur zwei Einwohnern pro km². Der Ausbau des Straßennetzes in der Region ist der hohen Bevölkerungsdichte und des vergleichsweise großen landwirtschaftlichen Potenzials nicht angepasst, da dies in der Vergangenheit vernachlässigt worden ist. . Um die Einkommenssituation der überwiegend von kleinbäuerlichem Ackerbau und von mehr oder weniger extensiver Viehhaltung lebenden lokalen Bevölkerung zu verbessern, wollen die Regionalverwaltungen - ebenso wie die Regierung in Windhuk - den Ausbau der Straßen deutlich verbessern. Für die soziale, wirtschaftliche und auch politische Entwicklung ist dies unabdingbar. Neue Distriktstraßen sollen gerade den einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Märkten, Beschäftigungsmöglichkeiten sowie zu sozialer und administrativer Infrastruktur erleichtern. Der Bau oder Ausbau der Distriktstraßen schützt darüber hinaus auch die Natur: Fehlen Verkehrsadern, befahren die Menschen notgedrungen landwirtschaftlich wertvolle und ökologisch fragile Gebiete. Neue Wege schonen so auch die natürliche Lebensgrundlage der Bevölkerung.

Da die Arbeitslosigkeit im Land hoch ist, verbindet die namibische Regierung mit dem Bau von Straßen zwei wichtige Aspekte: Sie schafft zum einen Beschäftigung, indem sie die Arbeiten mit viel Personal und wenig Maschinen angeht. Auf der anderen Seite profitieren die Menschen direkt von den von ihnen selbst geschaffenen neuen Wegen. Gerade der Bau von Distriktstraßen eignet sich bei sorgfältiger Planung und bei Berücksichtigung verschiedener standortspezifischer Faktoren sehr gut für derartige arbeitsintensive Baumethoden. Deutschland unterstützt Namibia bei dem arbeitsintensiven Straßenbau. Seit 1995 hat die Bundesregierung bereits 26 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.